Tabelle · Weite und Passform

Schuhweite: Weitentabelle und Fußbreite messen

Die richtige Länge nützt wenig, wenn der Schuh am Ballen drückt. Hier steht, was die Weitenbezeichnungen bedeuten und wie du deine Fußbreite bestimmst.

HinweisWeiten sind nicht genormt. Die Bezeichnungen und Abstufungen unterscheiden sich je nach Hersteller und Land. Die Tabelle unten ist eine Orientierung, verbindlich ist die Angabe des Herstellers.

Weitentabelle: Bezeichnungen im Überblick

Tab. 1 · Gängige Weitenbezeichnungen nach System (Orientierung)
WeiteDE/AT/CHUS HerrenUS DamenKinder
SchmalFB, CAA, 2AS
NormalGDBM
WeitHEDW
Extra weitKEE oder 2EE, EE

Bei Sicherheits- und Arbeitsschuhen wird die Weite oft als Zahl angegeben (zum Beispiel 10, 11, 12), wobei höhere Zahlen weiter bedeuten. Auch hier gilt die Herstellerangabe.

Fußbreite messen

  1. Im Stehen messen. Der Fuß wird unter Belastung breiter. Am Nachmittag ist er am breitesten.
  2. Ballen finden. Der Ballen ist die breiteste Stelle des Vorfußes, an der großen Zehe und dem kleinen Zeh.
  3. Umfang oder Breite messen. Entweder das Maßband einmal um den Ballen legen, oder den Fuß auf ein Blatt Papier stellen und links und rechts die äußersten Punkte markieren.
  4. Beide Füße messen. Der breitere Fuß zählt. Vergleiche den Wert mit der Tabelle des Herstellers.

Die Länge misst du dabei gleich mit: Auf der Seite Schuhgröße messen steht die Anleitung, dazu eine Druckvorlage. Die Umrechnung der gemessenen Länge übernimmt der cm-Rechner.

Woran du erkennst, dass die Weite nicht passt

Tipps für breite und schmale Füße

Breiter Fuß

Schmaler Fuß

Weite und Schuhtyp

Nicht jeder Schuhtyp ist in jeder Weite erhältlich. Komfort- und Businessmodelle gibt es häufig in mehreren Weiten. Bei Sneakern, Laufschuhen und Trendmodellen ist oft nur eine Standardweite verfügbar. Manche Sportmarken bieten Modelle in „wide“ an, meist bei den bekannten Laufschuhen. Wenn du eine ungewöhnliche Weite brauchst, lohnt die Suche in spezialisierten Shops.

Bei Stiefeln kommt die Schaftweite hinzu, also der Umfang an Wade und Knöchel. Sie wird getrennt zur Weite angegeben und sollte separat geprüft werden.

Häufige Fragen zur Schuhweite

Was bedeutet Weite G bei Schuhen?

Weite G ist im deutschsprachigen Raum die Normalweite, besonders bei Herrenschuhen. H ist weiter und K besonders weit. Die Buchstaben steigen mit der Breite. Wie viel Breite eine Stufe genau ausmacht, legt jeder Hersteller selbst fest.

Wie messe ich die Schuhweite?

Lege ein flexibles Maßband um die breiteste Stelle des Fußes, den Ballen, und lies den Umfang ab. Alternativ misst du auf dem Papier die größte Breite des Fußes im Stehen. Vergleiche den Wert mit der Weitenangabe des Herstellers, denn die Zuordnung ist nicht einheitlich.

Was ist besser bei breiten Füßen: längere oder weitere Schuhe?

Eine weitere Passform. Ein längerer Schuh mit normaler Weite verschiebt das Problem nur: Der Fuß rutscht, die Ferse sitzt schlecht, und der Schuh knickt an der falschen Stelle. Wenn nur die Breite drückt, suche nach Modellen mit Weitenangabe oder „wide“.

Was bedeutet Weite D oder E bei US-Schuhen?

Bei Herren ist D die Standardweite, E und EE sind weiter. Bei Damen ist B die Standardweite, D ist weit. Die Buchstaben sind zwischen Damen und Herren nicht gleichzusetzen, denn die Skalen sind getrennt.

Gibt es Weiten bei Kinderschuhen?

Ja, viele Hersteller bieten schmal, mittel und weit an, oft mit W, M und S bezeichnet. Bei Kindern ist die Passform besonders wichtig, weil der Fuß in der Entwicklung ist. Vergleiche die Herstellerangaben.

Kann ich einen zu engen Schuh weiten lassen?

Leder lässt sich in gewissem Umfang dehnen, das geht zum Beispiel im Schuhfachgeschäft mit einem Schuhspanner. Bei Kunststoff, Mesh mit fester Struktur und Sportschuhen ist das kaum möglich. Die bessere Lösung ist ein Schuh mit passender Weite.

Weitere Rechner und Tabellen